Stellen Sie sich einen Hügel vor, aber nicht aus Erde. Einen Hügel aus aufeinandergetürmten Waffen. Und ganz oben auf diesem Hügel stehen zwei Kinder, ein Junge und ein Mädchen.
Die Kinder stehen mit dem Rücken zu uns und blicken in die Ferne. Der Junge hält einen Teddybären, das Mädchen einen roten, herzförmigen Luftballon. Der Junge hat seine Hand auf die Schulter des Mädchens gelegt. Die Figuren zeichnen sich als Silhouetten vor dem dunklen Waffenhaufen ab.
Der herzförmige Ballon verweist direkt auf Banksys eigenes Werk, denn Girl With Balloon ist seine bekannteste Arbeit. Dort entglitt der Ballon der Hand des Kindes. Hier hält sie ihn noch, aber sie tut es auf einem Berg aus Waffen.
Die Stärke der Komposition liegt darin, ein klassisches Siegesbild umzukehren. Figuren, die auf einem Hügel stehen und zum Horizont blicken, stehen in der Malereitradition für Eroberung und Triumph. Hier besteht der Hügel aus den Überresten des Krieges. Falls es also einen Sieg gibt, ist unklar, wem er gehört. Worauf die Kinder stehen, ist nicht das Gewonnene, sondern alles Verlorene.
Auch der Teddybär und der Ballon verändern in dieser Szene ihre Bedeutung. Beide gehören zu den geläufigsten Symbolen der Kindheit, doch beide sind zugleich zerbrechliche, vergängliche Gegenstände, die keinerlei Schutz bieten.
Kein Moment der Gewalt wird gezeigt. Nur der Haufen, der übrig bleibt, wenn die Gewalt vorbei ist, und die zwei Kinder, die auf ihm aufwachsen müssen.